Print Art

Thermofax-Siebdruck

Thermofax-Siebdruck

Sehr schöne, filigrane Drucke kann man mit Siebdruck erzielen. Besonders geeignet sind Vintage- und Naturmotive. Die Vorlage muss schwarz-weiß sein, ohne Grautöne. Man legt das entsprechende Sieb auf den Stoff, gibt Farbe darauf und streicht mit einer Rakel darüber. Dort, wo im Sieb Löcher sind, geht die Farbe durch und erzeugt das Motiv auf dem Stoff.
So weit, so einfach. Aber wo bekomme ich das Sieb her? Wenn allgemein von Siebdruck gesprochen wird, dann geht es um eine Technik, wo man das Sieb selber herstellt. Man trägt eine Fotoemulsion auf ein spezielles, gerahmtes Sieb auf und belichtet es mit dem gewünschten Motiv. Dieses Motiv kann man dann beliebig oft verwenden, und wenn man es nicht mehr braucht, auch wieder von dem Sieb entfernen um dieses erneut zu verwenden.
Ich bevorzuge aber Thermofax-Siebe. Diese werden mit einer anderen Technik hergestellt, die man nur benutzen kann, wenn man das spezielle Gerät besitzt (das meines Wissens nicht mehr erhältlich ist). Man kann die Siebe aber bei verschiedenen Anbietern (z.B. Jeromin) mit einem eigenen Motiv herstellen lassen oder fertige Motive kaufen. Vorteile dieser Methode: weniger Arbeit und man braucht kein spezielles Equipment. Die Siebe halten lange, wenn man sie gut pflegt, und stehen auch später immer wieder zur Verfügung. Nachteile: teurer, und Wartezeit für die Bestellung.
Am einfachsten funktioniert das Drucken mit fertigen Siebdruckfarben auf Acryl-Basis (z.B. DEKAPRINT 2000). Sie lassen sich beliebig mischen und man sieht sofort das Ergebnis. Man kann auch mit verdickten Reaktivfarben drucken. Diese Drucke werden besonders schön, erfordern aber viel Erfahrung mit den Farben. Zur Meisterschaft in diesem Bereich haben es z.B. Claire Benn und Leslie Morgan gebracht.